Vom Willen, das Beste zu geben


Teamführung und Teammotivation

Große Erfolge erringt man nur mit einem außerordentlichen Maß an Motivation. Das ist in der Wirtschaft nicht anders als im Sport. Doch wie erreicht man eine solche Motivation bei seinen Mitarbeitern? Patentrezepte gibt es nicht, jedoch einige praxiserprobte Konzepte und Erfahrungen. Im Rahmen des Personal Competence Center der Selectgruppe stellte der Sportpsychologe Dr. Jan Mayer, Berater der Olympiastützpunkte Rhein Neckar und Bayern und sportpsychologischer Betreuer mehrerer Spitzensportler und Nationalmannschaften, seine Erfahrungen im Hochleistungssport vor und berichtete über Chancen und Gefahren von Teamarbeit.

 Kampfgeist, Durchhaltevermögen, Siegeswille und Teamgeist sind nur einige Attribute, die Spitzensportler auszeichnen und die uns im Arbeitsleben ebenso weiterbringen. Wie wir im Berufsalltag von Spitzensportlern lernen können, das war Thema des Informationsabends im Personal Competence Center der Selectgruppe. Herr Dr. Jan Mayer referierte aus seinem sportpsychologischen Erfahrungsschatz über moderne Motivationsmodelle. Darüber, wie Motivation entsteht und wie sich Motivation in der Praxis am besten verwirklichen lässt und wie Störfaktoren entgegen gewirkt werden kann. Seine Erfahrungen wurden ergänzt von den Podiumsteilnehmern Herr Phillip Laux, ehemaliger Fußball-Nationsspieler und derzeit Torwarttrainer der Frauen-Nationalelf, und Herr Christian Leber, Geschäftsführer der Concens Personalberatungs GmbH, einem Unternehmen der Selectgruppe.

Motivation ist Eigenleistung

Herr Dr. Mayers zentrale These: Jeder kann sich nur sich selbst motivieren. Seiner Erfahrung nach geht es nicht darum, andere zu motivieren, sondern entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen, damit sich die Mitarbeiter selbst motivieren. Er machte deutlich, wie wichtig die Arbeitsumgebung ist, insbesondere  das Team, in dem gearbeitet wird. Dass Motivation viel mit Führung zu tun hat. Mit Willen und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, aber auch mit Mut, vielleicht auch Fehler zu machen statt nichts zu tun. Motivationsmotor und Katalysator sei dabei die Führungskraft bzw. der Trainer.

Es gibt keine wahre Wahrheit

Jeder Mensch filtert Informationen und Erlebnisse auf Basis seiner bisherigen Erfahrungen und Einstellungen. Jeder hört, sieht und erlebt also das, was er gerne will. Deshalb fallen  Erfahrungen und Berichte verschiedener Personen zu bestimmten Situationen häufig so unterschiedlich aus.

Für eine Führungskraft ist es wichtig zu erkennen: Man kann Menschen nicht von außen verändern, sondern man muss sie dazu bringen, sich aus eigenem Antrieb selbst verändern zu wollen. Dazu sind mehrere Voraussetzungen von Bedeutung: die Führungskraft muss wissen, was dem Mitarbeiter wichtig ist und welche Motive und Einstellungen der Mitarbeiter grundsätzlich hat. Der Teamverantwortliche muss die richtigen Rahmenbedingungen für Veränderungen schaffen und die Ziele attraktiv und realistisch genug gestalten, dass der Mitarbeiter sie – notfalls auch über Veränderungen seiner Person – unbedingt erreichen will.

Rege Diskussion und Erfahrungaustausch

Diese Thesen untermauerte Herr Dr. Mayer zusammen mit den übrigen Podiumsteilnehmern anhand von anschaulichen Beispielen aus der Praxis. Sowohl zwischen den Teilnehmern als auch mit dem Podium gab es rege Diskussionen über erfolgreich praktizierte Motivationsmethoden. Die Erwartungen der Teilnehmer, während der Veranstaltung viel Raum für Denkanstöße und Erfahrungsaustausch zu bekommen, haben sich erfüllt.