Eine Frage der Einstellung

Was Führungskräfte erfolgreich macht

Beruflich erfolgreich sein, ohne das persönliche Glück zu vernachlässigen – guten Führungskräften gelingt das, sie kennen ihre Stärken und Schwächen und wissen diese geschickt auszuloten. Erfolgreiche Führungskräfte übernehmen Verantwortung, sind Macher und keine Bedenkenträger. Solche Menschen wachsen an Herausforderungen, erweitern dadurch kontinuierlich ihre Grenzen und vergrößern den Umfang dessen, was für sie möglich ist – kurz: Sie haben eine positive, mitreißende Grundhaltung.

Warum eine solche Einstellung wichtig ist und wie sich die persönliche Einstellung auf den Erfolg auswirkt, das zeigte der Erfolgstrainer und Life-Coach CHRISTIAN BISCHOFF in einem mitreißenden Impulsvortrag am 08. Oktober im Rahmen des 26. Praxisseminars der Veranstaltungsreihe PCC | Personal Competence Center. Der Motivationstrainer hat seine Erfahrungen als Profisportler und Begleiter von zahlreichen Managern in einer ganzheitlichen, beeindruckend effektiven Erfolgsstrategie, der Pyramide LEBENSWERK zusammengefasst. Christian Bischoff motivierte die rund sechzig Seminarteilnehmer, die richtigen Bausteine für ihren persönlichen Weg zu finden und zeigte gleichzeitig, welche typischen Ausreden uns davon abhalten. Zum Schluss waren sich alle einig: Der international anerkannte Keynote-Speaker lieferte kein Strohfeuer der Motivation, sondern sofort umsetzbare Antworten auf Lebensfragen, die Führungskräfte sowohl persönlich als auch im Berufsalltag beschäftigen.

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Einstellung ( + Talent) = Erfolg

„Wir streben alle nach Glück, Erfolg und einem erfüllten Leben“, begrüßte Christian Bischoff die sechzig Teilnehmer am heutigen Veranstaltungsort des PCC, der Rhein-Neckar-Arena des Erfolgsvereins TSG 1899 Hoffenheim. „Am Ende Deines Lebens bleiben nur drei Fragen: War ich glücklich? War ich erfolgreich? Habe ich ein erfülltes Leben geführt?“ Christian Bischoff hielt sich nicht mit einer theoretischen Einführung seines Erfolgskonzeptes „Pyramide Lebenswerk“ auf, sondern veranschaulichte den Teilnehmern den Wert einer positiven Einstellung mit einer ungewöhnlichen, aber verblüffend einfachen und effektiven Aktion. Die Seminarteilnehmer standen sich in zwei Gruppen gegenüber und bejubelten sich abwechselnd frenetisch mit lautem Applaus und Bravorufen.

Nach drei Minuten fühlten sich die Gäste erheblich besser, waren positiv gestimmt und brannten darauf, aktiv zu werden. Was war passiert? Neben der positiven Einstellung sich selbst gegenüber ist es wichtig, positive Einstellung auszustrahlen und weiterzugeben – in Form von Lob, Anerkennung und Wertschätzung -, ohne die Erwartung sofort etwas zurück zu bekommen. Eine positive Einstellung zeigt sich darin, inwieweit sich jemand aus eigenem Antrieb einbringt, ohne sofort eine Gegenleistung zu fordern oder diese gar als Voraussetzung für den eigenen Einsatz zu sehen. Jeder von Euch kennt sicher beide Arten von Menschen“, so Bischoff. „Im Berufsleben gibt es solche, die mit Begeisterung arbeiten und mitgestalten, ohne sofort eine Gehaltserhöhung im Blick zu haben. Die andere Sorte fragt erst nach der Belohnung, die sie bei guter Leistung bekommt – bevor sie überhaupt anfängt zu arbeiten. Wer wird wohl in zehn Jahren erfolgreicher sein?“ Der erste Schlüsselsatz, den Christian Bischoff den Teilnehmern mit auf den Weg gibt lautet: Alleine Deine eigene Einstellung entscheidet darüber, wie sich Dein Leben entwickeln wird. Erfolgreich sind also diejenigen mit der richtigen Einstellung. Wenn noch Talent dazukommt, ist das schön, aber nicht zwingend für Erfolg.

Eigenverantwortung: Nichts wird besser, wenn wir nicht besser werden


Ein ausschlaggebender Faktor für eine positive Einstellung ist, für sein Leben, sein Denken und Handeln Verantwortung zu übernehmen. Die große Kunst dabei ist zu erkennen, welche Faktoren man selbst beeinflussen kann und welche eben nicht. Das, was man nicht ändern kann - sei es Benzinpreise, Gesetze oder das Wetter -, sollte man akzeptieren. Und zwar ohne zu jammern. Jammern verbreitet schlechte Energie und zeigt, dass man fremdbeeinflusst und nicht im Reinen mit sich selbst ist. Das, was einem nicht gefällt, sollte man versuchen zu ändern.


Die Macht der Gedanken

Jeder weiß das aus eigener Erfahrung: Gute, aber auch schlechte Stimmung ist ansteckend. Der Mensch ist ein Herdentier, wird von seiner Umgebung extrem beeinflusst. Gute Führungskräfte wissen das und können das geschickt nutzen. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte ist, dass negative Gefühle viel stärker wirken als positive Gefühle. „Der Mensch ist so gestrickt, dass er sich viel deutlicher an das eine negative Erlebnis des Tages erinnert als an die fünf positiven, die dagegen stehen“, so Bischoff. „Das stammt noch aus der Steinzeit, in der uns ein Fehler oder eine Fehleinschätzung sofort das Leben kosten konnte.“ Deshalb ist es so wichtig, sich von Mitarbeitern, die keinen Einsatz zeigen und  nur schlechte Stimmung verbreiten, zu trennen. Denn wer nicht will, den kann man auch zu keiner Höchstleistung anspornen, er wird nie eine erzielen.

Selbstvertrauen: Ich bin gut so wie ich bin

Zusätzlich zu der Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, braucht eine gute Führungskraft die Überzeugung, dass es richtig und gut ist, was sie tut. Zu einer positiven Einstellung gehört ein unerschütterliches Selbstvertrauen, der Glaube an sich selbst, auch in schwierigen Situationen einen Weg zu finden und sich selbst dabei treu zu bleiben. „Der wichtigste Mensch bist Du selbst“, beschwört Christian Bischoff die um Dich selbst kümmerst, Dich gut behandelst und weißt, was richtig für Dich ist, kannst Du das an Deine Mitmenschen weitergeben.“ Der Weg zu einem Menschen, den man überzeugen und zum Handeln bewegen möchte, führt immer über Emotionen. Rein sachliche Argumentationen versteht zwar jeder, es bleibt jedoch nicht nachhaltig in Erinnerung. Mit der Methode, eine Sache solange zu wiederholen, bis es auch der letzte verstanden hat –  jeder kennt das noch aus der Schule – erreicht man das sogenannte semantische Gedächtnis. Es funktioniert wie eine Bibliothek und speichert allgemeingültiges Wissen, das nichts mit der eigenen Person, mit der eigenen Biographie zu tun hat. Will man einen Menschen wirklich erreichen, ihn beeindrucken und begeistern, geht das nur über das episodische Gedächtnis. Dort werden persönliche Erlebnisse und Erfahrungen gespeichert, das was wirklich eine Person ausmacht. Man muss sein Gegenüber überraschen, seine Gefühle ansprechen – das geht am besten über einzigartige Geschichten, die das betreffende Thema veranschaulichen.

Du wirst, was Du denkst
Gefühle resultieren immer aus den Gedanken, die vorgelagert sind. Sind die Gedanken positiv und angenehm, entstehen angenehme Gefühle – und anders herum. „Wenn man nur 10ml verschmutzte Brühe in reines Wasser gibt, ist der ganze Liter Wasser verdorben“, demonstriert Christina Bischoff mit Wasserflasche und Eimer. „Genauso funktioniert das in Deinem Kopf: Schlechte Gedanken verschmutzen Deinen Kopf. Man kann das wieder reinigen, aber das dauert.“ Positive Gedanken, die nichts anderes sind als positive Einstellung, beeinflussen die Gefühle, das Handeln und damit die Ergebnisse und was man letztendlich in seinem Leben erreicht. Der zweite wichtige Schlüsselsatz von Christian Bischoff lautet dementsprechend: Vorstellungskraft schafft Wirklichkeit.

Wahre Größe zeigen: Next Play

Zur positiven Einstellung ge-hört auch, mit Fehlern und dem Scheitern an sich umgehen zu können. Fehler bleiben nicht aus, nicht alles kann gelingen, besonders dann nicht, wenn man seinen eigenen persönlichen Weg geht und die Sicher-heit ausgetretener Pfade verlässt. Die Art, wie man mit Scheitern umgeht, zeigt, wie erfolgreich ein Mensch werden kann. „Als ich meine Profi-Basketballkarriere wegen Verletzung beenden musste, war ich verzweifelt. Ich sah keinen Sinn mehr und hatte keinen Plan, was ich jetzt mit meinem Leben anfangen sollte“, erin-nerte sich Christian Bischoff. „In dieser Situation sagte mein damaliger Trainer etwas zu mir, woran ich mich immer erinnern sollte und was mein Leben verändert hat: Christian, das Leben hat Besseres mit Dir vor – mach was draus.“ Einer seiner Trainer, so Christian Bischoff, habe dies unter der Formel „Next Play“ zusammengefasst und das als Anfeuerungsruf für seine Spieler etabliert. Es heißt so viel wie: Halte Dich nicht mit Fehlern auf, die Du gemacht hast, sie hindern Dich sonst, jetzt und in Zukunft das richtige zu tun. Konzentriere Dich auf das, was vor Dir liegt, auf sonst nichts. Es ist wie so oft eine Frage des Blickwinkels. Vor dieser per-spektive können Schicksals-schläge und Probleme Ge-schenke sein. Sie zu überwin-den heißt, seinen Träumen ein großes Stück näher zu kommen.
  
Buchtipp: Machen Sie den positiven Unterschied. Von Christian Bischoff