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Azubiblog Meggie Header Malta Blog

Auslandspraktikum auf Malta: Meine drei Erasmus-Wochen

Hallo zusammen,

mein Name ist Meggie und ich habe meine Ausbildung zur Kauffrau für Marketingkommunikation im September 2025 bei Select in der Consulting-Abteilung begonnen. Mittlerweile habe ich fast mein erstes Lehrjahr geschafft und durfte schon unglaublich viel lernen.

Ein besonderes Highlight war mein Auslandspraktikum auf Malta vom 14. Juni bis 4. Juli 2026 im Rahmen des Erasmus+-Programms. In diesem Blogbeitrag nehme ich euch mit in meine drei Wochen zwischen WG-Leben, Hotellobby, türkisblauem Wasser und ganz viel persönlicher Entwicklung.

Direkt ins kalte Wasser

Gemeinsam mit neun weiteren Azubis von meiner Schule bin ich mit viel Vorfreude, ein bisschen Nervosität und einigen Koffern auf Malta gelandet. Nach einer kurzen Einführung durch unsere Partnerorganisation ging es direkt los: WG beziehen, Buslinien ausprobieren und sich überhaupt erst einmal zurechtfinden.

Das maltesische Bussystem ist für Touristen und Menschen, die neu auf der Insel sind, gar nicht so einfach. Falsche Linien, verspätete Busse und sehr kreative Fahrzeiten gehörten schnell zu unserem Alltag.

Was vielleicht erst einmal banal klingt, war für mich die erste große Herausforderung: ein neues Land, eine neue Sprache, neue Menschen und alles gleichzeitig. Besonders spannend war es, zum ersten Mal nicht in Deutschland zu arbeiten, sondern in einem internationalen Umfeld.

Leider stellte sich meine erste Praktikumsstelle schnell als alles andere als ideal heraus. Die Arbeitsbedingungen und der Umgang passten nicht zu dem, was ich mir unter einem guten Miteinander vorgestellt hatte. Das war zunächst frustrierend, aber genau daraus habe ich mein erstes großes Learning mitgenommen: Flexibilität und Resilienz.

Wir haben die Situation offen bei der Organisation vor Ort angesprochen. Diese hat direkt reagiert und sich darum gekümmert, eine neue Stelle für uns zu finden.

Die Zeit dazwischen hat mir gezeigt, dass jede Herausforderung auch eine gute Seite haben kann. Statt mich nur über die unpassende Stelle zu ärgern, hatte ich die Chance, die Insel in Ruhe zu erkunden und den ersten Schock in etwas Positives zu verwandeln.

Neustart im Hotel: Mein Praktikum in Valletta

Azubiblog Meggie Falconeria Hotel

Mein zweiter „erster Arbeitstag“ führte mich zu Allelon Hospitality in das La Falconeria Hotel im Herzen von Valletta. Schon beim Betreten des Hotels habe ich gemerkt: Hier fühlt es sich richtig an. Ich wurde herzlich empfangen und durfte direkt mitarbeiten.

Für die Praktikumszeit war ich nun also am Front Desk eingesetzt. Ich habe Gäste aus aller Welt begrüßt, eingecheckt und ihnen erklärt, wie sie sich im Hotel und in Valletta zurechtfinden. Außerdem habe ich Reservierungen verwaltet, Zimmer passend zugeteilt, mich um den Check-out gekümmert und darauf geachtet, dass alle Rechnungen bezahlt sind – vom Zimmer über die Minibar bis hin zur Touristensteuer.

Einen typischen Alltag gab es eigentlich nicht. Jeder Tag war anders, weil jeder Gast eine eigene Geschichte mitgebracht hat.

Mal war ich Wegweiserin, mal Problemlöserin, mal Reiseberaterin und manchmal alles gleichzeitig. Der wohl chaotischste, und gleichzeitig lustigste, Moment war eine Gruppe Luxemburger, die abwechselnd Deutsch, Französisch und Luxemburgisch miteinander gesprochen haben. Ich habe irgendwie alles verstanden und gleichzeitig auch nichts und es hat sich angefühlt, als hätte mein Gehirn einfach ausgesetzt. Bis heute weiß ich nicht genau, wie ich da durchgekommen bin. Am Ende war aber auch das nur ein weiterer Beweis dafür, dass am Front Desk nie Langeweile aufkam. Diese Mischung aus Verantwortung und Kontakt mit Menschen hat mir sehr viel Spaß gemacht.

Natürlich hätte ich mir gewünscht, mich auch fachlich noch weiterentwickeln zu können und mehr von den Maltesern zu lernen. Aber bei einem so kurz angelegten Programm mit klaren Rahmenbedingungen liegt der Schwerpunkt vor allem auf persönlichen Erfahrungen, internationalem Austausch und interkultureller Kompetenz. Und ich kann sagen: Davon habe ich jede Menge mitgenommen.

Feierabend auf einer Insel

Nach der Arbeit habe ich die Insel fast jeden Tag weiter erkundet. Mein Schrittzähler hatte auf Malta dauerhaft Hochbetrieb, denn ich wollte möglichst viel sehen, erleben und aufnehmen.

Besonders in Erinnerung geblieben sind mir die Blue Grotto und die Gegend um Mġarr mit ihrem unglaublich türkisfarbenen Wasser und den beeindruckenden Felsküsten. Eine besonders herzliche Begegnung mit Einheimischen hatte ich beim „Top of the World“ in Għargħur. Dort hatte ich nicht nur eine wunderschöne Aussicht über die Insel, sondern bekam am Ende sogar Nektarinen geschenkt. Für mich war das ein kleiner, aber sehr besonderer Moment, der Malta noch persönlicher gemacht hat.

Und dann sind da noch Medina und Valletta: zwei Städte, in denen man das Gefühl hat, die Zeit bleibt zwischen Festungsmauern und malerischen Gassen kurz stehen. Überall sieht man den hellen Kalkstein, imposante Mauern und die typischen bunten Balkone. Gleichzeitig spürt man die besondere Mischung aus der Geschichte der Tempelritter, arabischen Einflüssen und britischer Vergangenheit – eine Kombination, die ich so vorher noch nie erlebt hatte.

Was ich aus meinem Auslandspraktikum mitnehme

Wenn ich auf die drei Wochen zurückblicke, merke ich vor allem, dass sich meine Perspektive deutlich erweitert hat.

Ein großes Thema war für mich die Sprache, denn ich habe drei Wochen lang fast alles auf Englisch gemacht. Am Anfang war mein Englisch noch etwas holprig. In der dritten Woche haben meine Kolleginnen bereits gesagt, dass ich mich ganz anders anhöre. Und ich muss zugeben: Was alle Lehrerinnen und Lehrer früher immer gesagt haben, stimmt tatsächlich. Man muss einfach üben.

Je öfter man spricht, desto sicherer wird man, und zwar ganz unabhängig davon, ob jeder Satz perfekt ist oder nicht.

Ich habe außerdem gelernt, mit unerwarteten Herausforderungen umzugehen. Eine wichtige Erkenntnis war für mich, dass ein ehrliches Gespräch meine Situation komplett verändert hat. Kommunikation kann viele Hürden überwinden, selbst im Ausland und selbst dann, wenn im ersten Moment alles kompliziert wirkt.

Danke für drei Wochen voller Wachstum

An dieser Stelle möchte ich Select von Herzen danken. Es ist für mich nicht selbstverständlich, dass ich für drei Wochen freigestellt wurde, um ein Auslandspraktikum zu machen, eine neue Kultur zu entdecken und mich persönlich weiterzuentwickeln.

Diese Wertschätzung ist für mich ein Zeichen eines wirklich guten Ausbildungsbetriebs. Ich freue mich darauf, meine persönliche Entwicklung nun bei Select Früchte tragen zu lassen.

Ein großes Dankeschön geht außerdem an das Erasmus+-Programm, das Auszubildenden wie mir solche Auslandserfahrungen ermöglicht. Und natürlich auch an Travoyage Malta, unsere Partnerorganisation vor Ort, die immer ein offenes Ohr hatte und sofort reagiert hat, als meine erste Praktikumsstelle nicht gepasst hat.

Mein Fazit: Warum sich ein Auslandspraktikum als Azubi lohnt

Ich würde diese drei Wochen auf Malta für nichts auf der Welt eintauschen. Sie haben mir gezeigt, wie viel ich mir zutrauen kann und wie gut es sich anfühlt, ein bisschen aus der eigenen Komfortzone herauszukommen.

Außerdem merke ich jetzt in meinem Alltag, wie sehr ich es nun schätze, wieder in vertrauten Strukturen zu sein und sich auf viele Dinge verlassen zu können – vom Ausbildungsumfeld bis hin zum Bus, der auch wirklich kommt.

An alle Azubis, die die Möglichkeit zu einem Erasmus-Auslandspraktikum bekommen: Nutzt sie, wenn ihr könnt! Es ist eine großartige Chance, euch persönlich und sprachlich weiterzuentwickeln, neue Arbeitsweisen und Kulturen kennenzulernen und mit einem frischen Blick auf euch selbst und euren Alltag zurückzukommen.

Bis bald und liebe Grüße

Eure Meggie

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