„Irgendwann bin ich fertig.“
Diesen Satz habe ich in den letzten drei Jahren unzählige Male gedacht. Als mein erster Azubi-Blog erschienen ist, lagen noch sechs Semester vor mir. Das fühlte sich damals nach einer Ewigkeit an.
Und plötzlich ist das Ende ganz nah
Heute ist dieses „irgendwann“ plötzlich da. Drei Jahre lang gab es immer einen nächsten Schritt. Jetzt kommt der Moment, an dem es dieses „nächste“ im Studium nicht mehr gibt. Stattdessen geht es langsam auf die letzten Schritte zu und einer davon war die Bachelorarbeit.
Auch sie hat noch einmal einiges abverlangt: Recherche, Interviews, Auswertung und unzählige Überarbeitungen haben Nerven gekostet. Umso schöner war der Moment, in dem aus „Ich muss noch fertig werden“ tatsächlich „Ich bin fertig“ wurde.
Zwei Bühnen, ganz unterschiedliche Geschichten
Bei all den Klausuren, Deadlines und To-do-Listen habe ich gelernt, mich selbst nicht aus den Augen zu verlieren.
Ein besonderes Highlight war für mich ein BTS-Konzert. Während BTS auf der Bühne standen und performt haben, stand ich in gewisser Weise ebenfalls auf meiner eigenen Bühne, nur sah diese anders aus.
Auf ihrer Bühne standen Musik, Licht und tausende Menschen. Auf meiner warteten andere Herausforderungen, bei denen ich mich zeigen und über mich hinauswachsen durfte. Zwei völlig unterschiedliche Bühnen und trotzdem verbindet sie etwas: Man darf seinen eigenen Weg gehen.
Und natürlich die Menschen. Fabienne, danke, dass du mich durch diese drei Jahre begleitet hast – für deine Unterstützung und all die gemeinsamen Momente.
Auch unseren Professorinnen und Professoren möchte ich Danke sagen – für das Wissen, die Erfahrungen und Perspektiven, die sie uns mitgegeben haben.
Ein besonderer Dank gilt meinem Betreuer für seine Unterstützung, sein Vertrauen und dafür, dass Sie auch über die fachliche Betreuung hinaus immer ein offenes Ohr für mich hatten.
Die letzte Seite ist nicht das Ende
Jetzt steht mit meiner Bachelorarbeit und der Verteidigung die letzte Etappe bevor. Ein komisches Gefühl, nachdem das Studium so lange zum Alltag gehört hat.
Mein erster Blog war der Anfang dieser Reise. Heute schreibe ich die letzten Zeilen davon.
Wenn ich aus diesen drei Jahren etwas mitnehme, dann die Erkenntnis, dass nicht immer alles problemlos laufen muss. Entscheidend ist, weiterzumachen, auch wenn etwas nicht nach Plan läuft. Deshalb möchte ich allen, die gerade am Anfang eines Studiums, einer Ausbildung oder eines neuen Lebensabschnitts stehen, eines mitgeben:
Man muss am Anfang nicht wissen, wie die ganze Geschichte ausgeht. Es reicht, die erste Seite aufzuschlagen und weiterzuschreiben.
Bei mir sind es jetzt fast drei Jahre später die letzten Zeilen und dieses Mal weiß ich tatsächlich, wie sich „Ich bin fertig“ anfühlt. 📖✨
Eure Anoosha ☺️