Welche Angaben müssen im Lebenslauf stehen – und welche Informationen sind freiwillig? Grundsätzlich gehören Dein Name, Deine Kontaktdaten, Dein beruflicher Werdegang, Deine Ausbildung und relevante Kenntnisse in den Lebenslauf. Persönliche Angaben wie Geburtsdatum, Familienstand oder ein Bewerbungsfoto kannst Du dagegen weglassen.
Wichtig ist vor allem, dass Dein Lebenslauf übersichtlich bleibt und Personalverantwortliche schnell erkennen, welche Erfahrungen und Qualifikationen Du für die ausgeschriebene Stelle mitbringst.
Welche persönlichen Daten gehören in den Lebenslauf?
Eine gesetzlich festgelegte Liste mit Pflichtangaben gibt es nicht. Damit Dich ein Arbeitgeber kontaktieren kann, sollten diese Angaben jedoch enthalten sein:
- Vor- und Nachname
- Telefonnummer
- E-Mail-Adresse
- Wohnort oder Anschrift
Achte auf eine seriöse E-Mail-Adresse, am besten mit Deinem Vor- und Nachnamen.
Weitere persönliche Daten sind freiwillig. Dazu gehören unter anderem:
- Geburtsdatum und Geburtsort
- Familienstand
- Staatsangehörigkeit
- Religion
- Bewerbungsfoto
Was gehört zum beruflichen Werdegang?
Die Berufserfahrung ist meist der wichtigste Teil des Lebenslaufs. Liste Deine bisherigen Stationen in umgekehrt chronologischer Reihenfolge auf. Die aktuelle oder letzte Position steht also ganz oben.
Zu jeder Station gehören:
- Zeitraum
- Arbeitgeber
- Position
- wichtige Aufgaben und Verantwortungsbereiche
- besondere Erfolge oder Projekte
Beschreibe Deine Tätigkeiten möglichst konkret, aber nicht zu ausführlich. Zwei bis vier Stichpunkte pro Position reichen meistens aus.
Statt „allgemeine Bürotätigkeiten“ könntest Du zum Beispiel schreiben:
„Bearbeitung von Kundenanfragen, Koordination von Terminen und Erstellung monatlicher Auswertungen.“
Wie werden Ausbildung und Studium angegeben?
Auch Ausbildung, Studium und Schulbildung werden mit der aktuellsten Station beginnend aufgeführt.
Nenne dabei:
- Zeitraum
- Bildungseinrichtung oder Ausbildungsbetrieb
- Abschluss oder Studiengang
- gegebenenfalls Schwerpunkt und Abschlussnote
Wenn Du bereits mehrere Jahre Berufserfahrung hast, genügt beim schulischen Werdegang meist der höchste Abschluss. Praktika, Nebenjobs und Werkstudententätigkeiten sind vor allem für Berufseinsteiger wichtig.
Wie gehe ich mit Lücken im Lebenslauf um?
Lücken im Lebenslauf sind nicht automatisch ein Nachteil. Zeiten der Arbeitssuche, Elternzeit, Krankheit, Pflege von Angehörigen oder Weiterbildungen lassen sich sachlich angeben.
Geeignete Formulierungen sind zum Beispiel:
- berufliche Neuorientierung
- aktive Arbeitssuche
- Elternzeit
- Weiterbildung im Bereich …
- private Auszeit
Du musst dabei keine persönlichen Details nennen. Wichtig ist nur, dass Dein zeitlicher Werdegang nachvollziehbar bleibt.
Welche Kenntnisse und Fähigkeiten gehören in den Lebenslauf?
Nenne vor allem Fähigkeiten, die für die gewünschte Stelle relevant sind. Dazu zählen beispielsweise:
- Sprachkenntnisse
- IT- und Softwarekenntnisse
- technische Fähigkeiten
- Weiterbildungen und Zertifikate
- Führerscheine
- branchenspezifische Kenntnisse
Vermeide allgemeine Aussagen wie „gute PC-Kenntnisse“. Konkrete Angaben sind aussagekräftiger:
- Microsoft Excel – sehr gute Kenntnisse
- SAP – gute Anwenderkenntnisse
- Adobe InDesign – gute Kenntnisse
- DATEV – mehrjährige Praxiserfahrung
Auch Sprachkenntnisse solltest Du realistisch einschätzen, zum Beispiel mit „Grundkenntnisse“, „fließend“ oder „verhandlungssicher“. Alternativ kannst Du den Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen von A1 bis C2 verwenden.
Gehören Hobbys in den Lebenslauf?
Hobbys und Interessen sind freiwillig. Sie können sinnvoll sein, wenn sie etwas über Deine Fähigkeiten oder Deine Persönlichkeit aussagen.
Ein Ehrenamt, die Tätigkeit als Jugendtrainer oder die Organisation von Vereinsveranstaltungen können beispielsweise Verantwortungsbewusstsein und Teamfähigkeit zeigen.
Allgemeine Angaben wie „Musik hören“, „Freunde treffen“ oder „Lesen“ bringen dagegen meist wenig Mehrwert. Mit zunehmender Berufserfahrung wird dieser Abschnitt weniger wichtig.
Müssen Führerschein, Foto und Unterschrift enthalten sein?
Ein Führerschein gehört nur in den Lebenslauf, wenn er für die Stelle relevant ist, etwa im Außendienst, in der Logistik, im Handwerk oder in der Pflege.
Auch ein Bewerbungsfoto ist freiwillig. Es wird in Deutschland zwar noch häufig genutzt, ist aber keine Voraussetzung für eine Bewerbung.
Datum und Unterschrift sind ebenfalls nicht verpflichtend. Besonders bei digitalen Bewerbungen ist ein Lebenslauf ohne Unterschrift inzwischen üblich.
Wie lang sollte ein Lebenslauf sein?
Für Berufseinsteiger reicht häufig eine Seite. Mit mehreren Jahren Berufserfahrung sind zwei Seiten üblich.
Konzentriere Dich auf die Informationen, die für die jeweilige Stelle wichtig sind. Ältere oder irrelevante Tätigkeiten kannst Du kürzer darstellen.
Vor dem Versenden solltest Du prüfen, ob Dein Lebenslauf:
- aktuelle Kontaktdaten enthält
- zeitlich nachvollziehbar ist
- relevante Erfahrungen hervorhebt
- einheitlich formatiert ist
- keine Rechtschreibfehler enthält
- zur ausgeschriebenen Stelle passt
Fazit:
In einen guten Lebenslauf gehören vor allem Deine Kontaktdaten, Deine Berufserfahrung, Deine Ausbildung sowie relevante Kenntnisse und Qualifikationen.
Persönliche Angaben wie Geburtsdatum, Familienstand, Staatsangehörigkeit oder ein Bewerbungsfoto sind freiwillig. Entscheidend ist, dass Dein Lebenslauf übersichtlich, ehrlich und auf die gewünschte Stelle abgestimmt ist.
So können Personalverantwortliche schnell erkennen, warum Du zur Position passt. Weitere Tipps rund um Bewerbung, Anschreiben und Jobsuche findest Du in unserem Job-Ratgeber für Bewerber.
Weitere hilfreiche Tipps findest du in unserem Job Ratgeber für Bewerber.